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1&1 überarbeitet sein Angebot inklusive Office 365

Der in Montabaur ansässige Internetdienstanbieter 1&1 hat die im März des Jahres stattgefundene CeBIT zum Anlass genommen, sein Webhosting-Angebot komplett zu überarbeiten. Dabei stand nicht nur die Anpassung der Tarife sowie die zugehörigen Leistungen im Vordergrund, sondern auch das „Nutzererlebnis“. Konkret geht es vor allem um die Flexibilität bezüglich der „Performance-Level“. Wenn Traffic-Spitzen dafür sorgen, dass die Leistung schnell angepasst werden muss oder wenn man feststellt, dass der kalkulierte Besucherstrom ausbleibt.

Webhosting für Jedermann
Insgesamt hat der Anbieter sein Angebotsportfolio deutlich entschlackt. Es gibt jetzt nur noch drei „Performance-Level“, die sich an verschiedene Nutzergruppen richten. Das Basic oder auch „Level-1-Paket“ bietet 100 Gigabyte Webspace sowie ingesamt 2,5 Gigabyte dynamisch genutzter RAM (1,25 GB garantiert). Die Leistung soll für 100 Besucher pro Minute ausreichen. Das Paket bekommt man schon für 0,99 EUR im Monat, allerdings gilt dieser Einstiegspreis nur in den ersten 12 Monaten. Danach werden 6,99 EUR fällig.

Performance-Level 2 heißt auch Unlimited Plus und bietet bis zu sechs Gigabyte RAM und 600 Prozesse pro Minute, was laut Anbieter 200 Besuchern pro Minute entspricht. Der Sprung ist spürbar, denn Webspace und Datenbankspeicher sind hier nicht mehr begrenzt. Auch die Anzahl der E-Mail-Accounts inklusive der drei Domains reicht bereits für komplexere Projekte. Im Einstieg kostet dieses Paket 4,99 EUR im Monat, nach 12 Monaten wird auf 9,99 EUR erhöht.

Wer großes vorhat wird mit Unlimited Pro bzw. Performance-Level 3 bedient. Auch hier sind Webspace, Websites, Datenbanken und E-Mail-Accounts unlimitiert. Hinzu kommen vier Domains sowie ein CDN-Service (Railgun) und SiteLock Basic. Neun Gigabyte RAM und 900 Prozesse sollen für etwa 300 Besucher pro Minute reichen. Der Einstiegspreis ist hier bei 9,99 EUR festgelegt, nach dem ersten Jahr zahlt man 19,99 EUR.

Für 1,99 pro Monat kann man alle Pakete durch zusätzliche „Level“ aufskalieren. Dann erhält man nicht nur mehr RAM, sondern auch eine höhere Prozessorleistung. Bis zu 19 Gigabyte und 1500 Prozesse pro Minute sind möglich.

Auf dem neuesten Stand der Technik
Nicht nur in Sachen Tarifangebot, sondern auch im Hinblick auf die Technik möchte man bei 1&1 auf dem neuesten Stand bleiben, weswegen jetzt alle gehosteten Web-Inhalte HTTP/2 nutzen. Das mittlerweile zwei Jahre bestehende Protokoll soll vor allem die Latenzzeiten zwischen Browsern und Webservern stark verbessern. Außerdem ist die Verschlüsselung von SSL über HTTPS hier obligatorisch und wird über eine einzige Verbindung abgewickelt. Um die Performance noch einmal zu steigern, werden alle Datenbanken auf einer schnellen SSD gespeichert. Bei allen Paketen wird das erste Gigabyte komplett auf die SSD ausgelagert. Nicht ersichtlich ist allerdings, was passiert wenn dieser Speicher voll ist.

Im April wird ebenfalls als Neuerung Microsoft Office 365 als SaaS angeboten. Die komplette Infrastruktur wird von 1&1 zur Verfügung gestellt. Wer möchte, kann aber auch einen „normalen“ Download nutzen und die Software auf dem eigenen Rechner installieren. Pro Nutzer dürfen Lizenznehmer fünf Geräte registrieren. Preismodelle für den Service sind noch nicht bekannt.