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Dropbox Bug löscht Userdaten

dropbox-logoEin Bug im Selective Sync-Feature des beliebten Cloud-Service hat zur Löschung von Userdaten geführt, wie das Unternehmen bestätigte. Dropbox sagt, dass sie das Problem identifiziert haben und bietet für alle Geschädigten ein Jahr lang den Service Dropbox Pro als Entschädigung an.

Eine Email, die auf Engadget veröffentlich wurde, verspricht den kostenlosen Dropbox Pro Service ab Samstag und informiert betroffene User über eine personalisierte Webpage über verlorene Daten und ob Dropbox in der Lage war, diese wiederherszustellen.

Die Email erklärt weiter, dass das Problem gefunden und behoben wurde und, dass weitere Tests duchgeführt würden um einer Wiederholung des Bugs vorzubeugen. Diese Information findet sich auch in einer Antwort vom Dropbox-Support, die auf Hacker News gepostet wurde.

Nach Angaben aus dem Post entdeckten die Mitarbeiter bei Dropbox einen Bug, der ältere Versionen von Dropbox dazu veranlasste, während der Verwendung des Selective Sync-Features, den Service zu beenden oder neu zu starten. Um den Selective Sync-Bug auszumerzen wurden mehrere Schritte unternommen. So wurde ein Patch für den Desktop-Client veröffentlicht, welcher das Problem behebt. Zusätzlich wurde sichergestellt, dass der Patch an alle Clients ausgeliefert wurde, indem User aufgefordert wurden ihren Client auf die neueste Version zu bringen. Schließlich wurden vom Bug betroffene Versionen des Clients zurückgezogen und können von keinem Nutzer mehr heruntergeladen oder genutzt werden, wodurch jeder User zur Nutzung einer neueren Version gezwungen ist.

Dropbox-User, die das Selective Sync-Feature nicht verwenden wurden von diesem Bug nicht betroffen aber sebst unter Nutzern des Features war die Zahl der Geschädigten eher gering.

Nachdem erst kürzlich ICloud und Snapchat gehackt, und unzählige private Bilder, die über diese Dienste gespeichert wurden, veröffentlicht wurden, schadet dieser Bug Online-Cloud-Diensten noch zusätzlich. Der Fall macht klar, wie schnell die Daten weg sein können, wenn ein Fehler im Programm oder unzureichend getestete Technologien für Probleme sorgen. Außerdem solte dieser Vorfall als Erinnerung dienen, wichtige Daten auf mehrere Varianten zu speichern.