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Firmennamen bei den neuen Domains schützen

Neue Top-Level-DomainsAm 13. Juni erfolgt durch die ICANN die Bekanntgabe von eingegangenen Bewerbungen für die verschiedenen Top Level Domains (TLDs). Doch noch etwas anderes belastet die Einführung der neuen TLDs. Dabei geht es um die Markenrechte, die eventuell verletzt werden könnten.

Ein neues Thema sind Domains und Marken wirklich nicht. Verwaltet werden bei ICANN generische Top Level Domains. Diese werden durch die Uniform Dispute Resolution der ICANN hinsichtlich der Markenrechteinhaber geschützt. In Bezug auf eine Domain beziehen sich die Markenrechte auf die Inhalte, die links vom „.“ stehen.

Allerdings können mit der Einführung weitere Probleme auftreten. Dann ist nämlich auch rechts vom „.“ der Markenschutz betroffen. Deutlich werden die Probleme an einem völlig fiktiven Fall, wenn man als Beispiel das Weltunternehmen Apple nimmt. Dabei sollte beispielsweise sichergestellt sein, dass dieses Unternehmen auch die Domain .apple bekommt. Nicht so günstig erscheint es, wenn eine relativ unbekannte Firma bei die australische Firma Apple Juice Company eine solche Domain erhält. Doch kann man diesen Gedanken überhaupt verwirklichen. Schließlich gehört Apple in die Kategorie der generischen Begriffe? Allerdings, dass alles noch unübersichtlicher ist, dürfte derzeit das noch größere Problem sein.

Zu den generischen Domains ohne Sponsor gehören unter anderem:
.biz, .com, .edu, .eu, .gov und .info

Dagegen gibt es generische Domains mit Sponsor, die beispielsweise wie folgt lauten:
.aero, .asia, .cat, .jobs, .museum und .travel.

Schon dieses reicht aus, dass einige Spezialisten von einer gewissen Unübersichtlichkeit sprechen. Da die Anzahl von Top Level Domains in den kommenden Jahren steigen wird, stellt sich das große Problem des Schutzes der Markeninhaber. Schließlich gibt es eine Vielzahl von Marken, die ähnlich oder gleich lautend bezeichnet werden. Allerdings werden sich nicht alle Firmen um eine neue Domain bemühen. Jedoch empfiehlt es sich für das jeweilige Unternehmen, zu kontrollieren, obwohl eventuell andere Unternehmen Interesse an einer neuen TLD zeigt. Umso eher kann die Markeninhaber gegebenenfalls, wenn die neue Domain allein schon einen sehr ähnlichen Namen hat, darauf reagieren.

Als wichtigen Termin sollten sich Firmen nun den 13. Juni 2012 merken. Dann erfolgt die Bekanntgabe der Bewerbungen für neue Top Level Domains. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit, bis zum 12. August, gegen die Vergabe der TLDs vorzugehen. Das bedeutet, dass zum Beispiel aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Namen einer Marke Einspruch eingelegt werden kann. Auch wenn ein Einspruch bis sechs Monate möglich sein soll, empfiehlt sich die rechtzeitige Information zu diesem Thema. Eine andere Möglichkeit wäre eine defensive Registrierung.


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