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GoDaddy-Infrastruktur wandert zu großen Teilen in die Amazon-Cloud

Der Webhoster und Domainregistrar Godaddy hat einen großen Deal mit Amazon-Cloud abgeschlossen. Neuesten Meldungen zufolge sollen große Teile der Godaddy-Infrastruktur zu AWS umziehen und auf diese Weise das Potential des Unternehmens steigern. Weiter heißt es zu jetzigen Zeitpunkt, dass das Domain-Management nach wie vor bei Godaddy bleiben solle.

Die jüngste Ankündigung zur Auslagerung der Godaddy-Infrastruktur zum Amazon Cloud-Dienst AWS konnten Interessierte aus einer offiziellen Pressemitteilung des weltweit größten Online-Händlers vernehmen. Darüber hinaus ist geplant, dass Amazon zahlreiche Produkte von Godaddy AWS-Kunden direkt anbieten darf. Neben gemanagten WordPress-Installationen wird es sich hierbei unter anderem auch um den Website-Builder Gocentral handeln. Details zum Deal wurden in diesem Zusammenhang allerdings nicht genannt. Sicher scheint zu sein, dass er sich über mehrere Jahre erstrecken soll.

Godaddy gab seinerseits indes bekannt, dass über die „kommenden Jahre“ Infrastrukturkomponenten nach AWS Schritt für Schritt verschoben werden sollen. Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass die Domainverwaltung weiterhin ein eigenständiges Produkt bleiben solle und aus dem Deal ausgeschlossen sei. Der Godaddy-Pressesprecher Dan Race erklärte hierbei, dass das Domain-Management „offensichtlich“ ein Kerngeschäft des Unternehmens sei. Derzeit verwaltet das US-Unternehmen rund 75 Millionen Kunden-Domains.

Im Jahr 2016 veröffentlichte Godaddy ein Openstack-basiertes Cloud-Angebot. Bereits ein Jahr später wurde die Mitteilung veröffentlicht, dass der Dienst wieder vom Markt genommen wird. Fast zur selben Zeit veräußerte Godaddy das in Deutschland ansässige Unternehmen Plusserver, welches eher per Zufall unter die Kontrolle des US-Konzerns durch die Übernahme von Host Europe gefallen war. Godaddy ist auf der ganzen Welt in erster Linie als Registrar und Hoster für sowohl kleinere als auch mittlere Unternehmen bekannt. Durch die Auslagerung nahezu aller Komponenten bleibt abzuwarten, wie die Kunden des Unternehmens auf diesen strategischen Schritt reagieren werden.