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Grid Webhosting – Große Webseite zum kleinen Preis

Massig Speicher, großzügiges Trafficvolumen, gute Anbindungsgeschwindigkeit – Solche Premiumfeatures lassen sich die Webhosting-Anbieter oft mit barer Münze bezahlen. Besonders für Privatanwender sind die Kosten nur schwer tragbar und wenn der Blog oder die Webseite nicht monetarisiert werden soll, zahlt man diese auch noch aus eigener Tasche.

Alternativen gibt es leider kaum, abgesehen vom werbeverseuchten und in puncto Kompatibilität stark beschnittenen „Freespace“, der oft nur als Trittbrett für die Vermarktung der eigenen Webseite verwendet wird, gibt es eigentlich kein Modell, das auch mit dem Taschengeld bezahlt werden könnte. Abhilfe könnte jetzt durch das sogenannte „Grid Hosting“ kommen. Hier hat man sich an den seit Jahren etablierten vServern orientiert, stellt jedoch die Bedienbarkeit und vor allem den Preis in den Vordergrund.

Welcome to the Grid

In Sachen Grid Hosting gilt das amerikanische Unternehmen „Media Temple“ als Vorreiter der Ressourcenteilung. Das Standardangebot kostet hier 20$ pro Monat und man bekommt dafür das als „The Grid“ bezeichnete Paket mit 100 Gigabyte Speicherplatz, 1 Terrabyte Trafficvolumen sowie 1000 E-Mail-Adressen und 100 Subdomains. Angesichts der versprochenen Leistung – Media Temple garantiert beispielsweise, dass jeder Server mit einer superschnellen SSD ausgestattet ist, die sich um MySQL-Anfragen kümmert – darf man sich allerdings fragen, ob das Paket für Privatanwender nicht bereits „überskaliert“ ist. Insgesamt ist „The Grid“ aber dank des UEF-Interfaces sowie des 24/7-Supports, der übrigens „No excuses“, also keine Ausflüchte oder Ausreden zulässt, durchaus für Anfänger geeignet.

Prinzipiell funktioniert Grid Hosting wie das bekannte Shared Webhosting. Innerhalb eines Clusters, also einem Verbund aus mehreren Servern, teilen sich die Kunden Arbeitsleistung und Speicherplatz. Der Cluster selbst verfügt über eine hohe Anzahl virtueller und instanzierter Server. Ein Vorteil des Systems ist die dynamische Skalierbarkeit: Verlangt eine Webseite gerade besonders viel Leistung, wird einfach ein zusätzlicher Server im Cluster aktiviert. Selbst wenn ein Server im Verbund ausfällt, können andere übernehmen. Dies ist einer der Gründe, warum Media Temple eine Uptime von 99,999% verspricht und sogar bereits ab einer Stunde Ausfall die Kosten für den gesamten Monat übernimmt.

Böse Nachbarn?

Selbstverständlich hat Grid Hosting die gleichen Nachteile wie Shared Webhosting: Verursacht ein Nachbar beispielsweise gerade besonders viel Traffic oder wird mit Anfragen zugebombt, dürfte man dies auch auf der eigenen Webseite merken, obwohl die Auswirkungen weit weniger spürbar sein dürften. Zudem teilen sich alle Webseiten im Verbund eine IP. Wer also trotz umfangreicher Suchmaschinenoptimierung sein Google-Ranking nicht verbessert, hat wahrscheinlich eine „Bad Neighbourhood“ erwischt. Die Suchbots können nämlich kaum zwischen einer echten Domain und Grid Hosting unterscheiden.