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Kostenloser DDOS-Schutz von Hetzner

Seit Anfang September bietet der Hosting-Spezialist Hetzner seinen Kunden einen nahezu vollständig automatisieren Schutz gegen DDOS-Attacken an. Der neue Service ist vollständig kostenlos erhältlich.

Das in Bayern beheimatete Unternehmen will nach eigenen Angaben einen besseren Schutz gegen Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDOS) bieten. Wie es in der offiziellen Mitteilung weiter heißt, verursache der neue DDOS-Schutz keine Kosten und sei darüber hinaus für alle Kunden verfügbar. Hetzner forciert mit diesem Schritt eine Verbesserung der Gefahrenabwehr in den Bereichen Server- und IT-Infrastruktur, Web-Anwendungen sowie Websites. Weiter heißt es, dass hauptsächlich Hardwareanwendungen von Arbor sowie Juniper zum Einsatz kommen würden. Mit Hilfe dieser beiden Hersteller kann Hetzner drei verschiedene Arten von Abwehrmechanismen gegen DDOS-Angriffe in die Tat umsetzen.

In diesem Zusammenhang sollen unter anderem verschiedene Angriffsmuster erkannt werden. Die Basis bildet hierbei eine Kombination aus Paket- und Traffic-Menge. Die einzelnen Systeme können hierbei beispielsweise zwischen einer SYN- oder UDP-Paketflut unterscheiden und entsprechend auf die Bedrohung reagieren. Der bayerische Webhoster meint hierzu, dass schließlich 500.000 UDP-Pakete pro Sekunden unbedenklich seien. Dieselbe Anzahl von SYN-Paketen sei hingegen äußerst bedenklich.

Darüber hinaus werde der komplette Netzwerktraffic anhand von bekannten Angriffsmustern gefiltert und bei Bedarf umgehend verworfen. Neben DNS-Reflection und UDP Floods ist auch NTP-Reflection auf Port 80 von dieser Maßnahme betroffen. Außerdem sieht der neue DDOS-Schutz von Hetzner vor, dass SYN-Floods, DNS-Floods sowie ungültige Pakete dem Filter zum Opfer fallen, um potentiellen Angriffen effizient vorbeugen zu können.

Die Verwendung des DDOS-Schutzes gestaltet Hetzner einfach: Kunden müssen diesen nicht selbst aktivieren, da er sich dauerhaft in einem aktiven Zustand befindet. Der Hosting-Spezialist betont darüber hinaus, dass der Traffic selbst von dem neuen Schutzmechanismus zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt wird.