WordPress veröffentlicht Update zur DSGVO

Die neue Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) tritt am 25. Mai in der kompletten Europäischen Union endgültig in Kraft. Dann ist auch die Übergangsphase, die der Gesetzgeber eingeräumt hat, beendet. Mit einem Update seiner Software hat WordPress reagiert. Am 17. Mai wurde die Version 4.9.6 veröffentlicht, die den Nutzern mit neuen Funktionen erleichtert, die Webseite so zu gestalten, dass sie den Bestimmungen der neuen Verordnung entspricht.

Die DSGVO soll einen transparenteren Umgang mit den personenbezogenen Daten der Webseiten-Besucher schaffen. Sie können fortan besser verfolgen, für welche Zwecke ihre Daten gespeichert und verwendet werden. Außerdem können die User der Verwendung einfacher widersprechen. Um möglichst gut aufgestellt zu sein und Abmahnungen zu vermeiden, empfiehlt WordPress das Update zu installieren. Denn Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu vier Millionen Euro bestraft werden. Deswegeb sollten Webseitenbetreiber vor dem Inkrafttreten der neuen Verordnung möglichst genau prüfen, ob ihre Webseite den Anforderungen entspricht.

Gespeicherte Daten können einfach exportiert werden
Durch die neue gesetzliche Regelung ist es für die User einfacher, die über ihn gespeicherten personenbezogenen Daten anzufordern. Das ist auch bei WordPress wichtig, da beim Verfassen eines Kommentars und beim Anlegen eines Accounts Daten erfasst werden. Für diese Fälle bietet das Update eine große Erleichterung, denn es kann die gespeicherten Daten als ZIP-Datei exportieren und dem Nutzer zustellen. Außerdem bietet es eine Funktion, mit der geprüft werden kann, ob die Person, die die Daten anfordert, auch tatsächlich diejenige ist, die zu dem Kommentar oder zu dem Account gehört. WordPress kann an die im System hinterlegte E-Mail-Adresse eine Nachricht schicken, mit der die Identität bestätigt werden muss. Erst danach gelangt der User an die Daten. Das gleiche Prozedere gilt auch, wenn der User den Betreiber der Webseite auffordert, die über ihn gespeicherten Daten zu löschen.

Eine weitere neue Funktion ist, dass nun im System eine Datenschutzerklärung hinterlegt werden kann. Auf diese Erklärung wird bei allen Anmelde- und Login-Seiten verlinkt. Eine Erklärung, die den Vorgaben der neuen Verordnung entspricht, kann über Generatoren kostenlos erstellt werden. WordPress liefert aber in seinem Update bereits einen beispielhaften Text.

User haben die Kontrolle über die Daten
Als dritte wichtige Neuerung bringt das Update eine Checkbox mit, die beim Verfassen eines Kommentars aktiviert werden kann. Damit stimmt der User zu, dass seine Daten in einem Cookie gespeichert werden, um eine spätere Nutzung zu vereinfachen. Diese Schaltflächen kann optional aktiviert werden und ist zum Veröffentlichen eines Kommentars nicht zwingend erforderlich.

Größter kanadischer Webhoster HostPapa biete neue E-Commerce-Lösungen an

Ab Juni 2018 wird HostPapa, Kanadas größter Webhosting- und Cloud-Anbieter, ein paar neue Lösungen für den Betrieb von Onlineshops seinen Kunden anbieten können. Das Unternehmen entschied sich im Rahmen einer Findungsphase letztendlich für eine von ePages entwickelte cloudbasierte E-Commerce-Plattform. In einer offiziellen Mitteilung von HostPapa heißt es, dass es eine spezielle Version für den kanadischen Markt geben wird. Deutschland, Frankreich, Australien, die USA sowie zahlreiche andere Länder erhalten nach Angaben des Webhosters „lokalisierte Versionen“.

Als Grund für den Ausbau des Portfolios nennt HostPapa die große Nachfrage nach Komplettlösungen im Bereich des E-Commerce-Geschäfts. Im Fokus der vorangegangenen Überlegungen standen vor allem sowohl kleine als auch mittelständische Unternehmen, welche schnelle Erfolge über den Onlinehandel erzielen wollen.

ePages-CEO Wilfried Beeck äußerste sich ebenfalls zur Zusammenarbeit mit HostPapa und zeigte sich erfreut darüber, dass HostPapa die E-Commerce-Plattform weltweit als Cloud-Lösung anbieten wird. Durch diesen Entschluss wird der kanadische Konzern für die ePages GmbH wichtigster Partner in Nordamerika und zu weiten Teilen in Europa.

HostPapa-Gründer Jamie Opalchuk meldete sich zu den derzeitigen Entwicklungen ebenfalls zu Wort und zeigte sich davon überzeugt, dass der ePages-Shop besonders gut für Unternehmer geeignet ist, die sich einen reibungslosen und zugleich zukunftssicheren Start durch die Etablierung einer professionellen Komplettlösung sichern möchten. Insbesondere die überschaubaren Kosten nennt Opalchuk in diesem Zusammenhang als zentralen Vorteil. Der Unternehmensgründe betonte zudem den Rundum-Service, wodurch die neuen Produkte Kunden beim Onlineverkauf ihrer Waren bei Bedarf permanent Unterstützung erfahren.

Durch die Kooperation zwischen ePages und HostPapa entsteht nach Meinung zahlreicher Experten für beide Unternehmen eine Win-Win-Situation, die viel Ausbaupotential besitzt.

Google überprüft Links auf Desktop und Mobile vor dem Wechsel zu Mobile First Indexing

Google teilte vor einigen Wochen mit, dass sie mit dem Rollout des Mobile-First Indexing begonnen haben. Viele SEOs und Webmaster sind seitdem ein wenig nervös, da sie nicht einschätzen können, wie sich der Mobile First Index auf die Rankings ihrer Webseiten auswirken wird. Allerdings wiederholt Google fortlaufend, dass es keine Gründe zur Beunruhigung gibt.

Google’s John Mueller schrieb jetzt auf Twitter, dass, bevor Google eine Website von Desktop-First-Indizierung zu Mobile-First-Indizierung umstellt, Google die Seite ausgiebig überprüft. Dabei untersucht der Algorithmus die Links auf der Desktop-Version und vergleicht sie mit der mobilen Version. Wenn diese Links im Inhalt und Quellcode der Seiten nicht ähnlich genug sind, wird die Seite noch nicht auf die Mobile-First-Indizierung umgestellt. Somit ist kein Rankingverlust zu befürchten und man hat Zeit gewonnen, um die Seiten für den Mobile First Index zu optimieren.

John Mueller teilte ebenso mit (auf Reddit), dass 404-Fehler keinen Einfluss auf Such-Rankings haben. Wenn der Cache-Link in Google einen 404-Fehler zurückgibt, bedeutet dies nicht, dass die Rankings in Google verloren gehen. John schrieb: „Das kann passieren, es bedeutet nichts.“

Wenn Webmaster und SEOs also befürchten, dass dies dazu führen könnte, dass die Seite aus dem Index entfernt wird oder das sich das Ranking verschlechtert, besteht kein Anlass zur Sorge. Die Google Cache 404-Fehlermeldungen sind vielmehr ein internes Problem mit dem Google Cache Server und reflektieren nicht die Indizierung oder das Ranking der Webseite.

Bereits in der Vergangenheit sagte John Mueller, dass Seiten, die keinen Cache-Link besitzen, von der Suchmaschine nicht automatisch als schlechtere Qualität bewertet werden.

GoDaddy-Infrastruktur wandert zu großen Teilen in die Amazon-Cloud

Der Webhoster und Domainregistrar Godaddy hat einen großen Deal mit Amazon-Cloud abgeschlossen. Neuesten Meldungen zufolge sollen große Teile der Godaddy-Infrastruktur zu AWS umziehen und auf diese Weise das Potential des Unternehmens steigern. Weiter heißt es zu jetzigen Zeitpunkt, dass das Domain-Management nach wie vor bei Godaddy bleiben solle.

Die jüngste Ankündigung zur Auslagerung der Godaddy-Infrastruktur zum Amazon Cloud-Dienst AWS konnten Interessierte aus einer offiziellen Pressemitteilung des weltweit größten Online-Händlers vernehmen. Darüber hinaus ist geplant, dass Amazon zahlreiche Produkte von Godaddy AWS-Kunden direkt anbieten darf. Neben gemanagten WordPress-Installationen wird es sich hierbei unter anderem auch um den Website-Builder Gocentral handeln. Details zum Deal wurden in diesem Zusammenhang allerdings nicht genannt. Sicher scheint zu sein, dass er sich über mehrere Jahre erstrecken soll.

Godaddy gab seinerseits indes bekannt, dass über die „kommenden Jahre“ Infrastrukturkomponenten nach AWS Schritt für Schritt verschoben werden sollen. Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass die Domainverwaltung weiterhin ein eigenständiges Produkt bleiben solle und aus dem Deal ausgeschlossen sei. Der Godaddy-Pressesprecher Dan Race erklärte hierbei, dass das Domain-Management „offensichtlich“ ein Kerngeschäft des Unternehmens sei. Derzeit verwaltet das US-Unternehmen rund 75 Millionen Kunden-Domains.

Im Jahr 2016 veröffentlichte Godaddy ein Openstack-basiertes Cloud-Angebot. Bereits ein Jahr später wurde die Mitteilung veröffentlicht, dass der Dienst wieder vom Markt genommen wird. Fast zur selben Zeit veräußerte Godaddy das in Deutschland ansässige Unternehmen Plusserver, welches eher per Zufall unter die Kontrolle des US-Konzerns durch die Übernahme von Host Europe gefallen war. Godaddy ist auf der ganzen Welt in erster Linie als Registrar und Hoster für sowohl kleinere als auch mittlere Unternehmen bekannt. Durch die Auslagerung nahezu aller Komponenten bleibt abzuwarten, wie die Kunden des Unternehmens auf diesen strategischen Schritt reagieren werden.

EU-Kommission: Webhoster sollen „Schiedsrichter“ werden

Im Rahmen der Bekämpfung von illegal platzierten Inhalten im Internet hat die zuständige EU-Kommission eine neue Reihe von operativen Maßnahmen vorgestellt, welche zukünftig sowohl eine rasche als auch proaktive Erkennung sowie Entfernung der jeweiligen Bedrohung sicherstellen sollen. Vorprüfungen durch gerichtliche Instanzen gehören dann zu den Ausnahmefällen.

Schon im September 2017 teilte die EU-Kommission in Verbindung mit illegalen Online-Inhalten mit, dass sie sich mit den Fortschritten auf diesem Gebiet befasst und entscheiden wird, ob weitere Maßnahmen in diesem Bereich notwendig sind. „Illegale Online-Inhalte“ definiert die EU-Kommission mit der Verletzung von EU-Recht oder einzelstaatlicher Rechtsprechung. Konkret handelt es sich hierbei um die Darstellung von sexuellem Kindesmissbrauch, terroristische Inhalte oder auch die Verletzung des Rechts auf geistiges Eigentum. Nach Auffassung der EU-Kommission wird durch das Verbreiten derartiger Inhalte das Vertrauen der Bürger in das Internet nachhaltig missbraucht. Zudem sei von einer erheblichen Sicherheitsbedrohung auszugehen.

Die EU-Kommission ist außerdem der Meinung, dass die bisher vorhandenen Maßnahmen ein klareres „Melde- und Abhilfeverfahren“ erhalten müssen. Unternehmen jedweder Größe sollen in diesem Zusammenhang „einfache“ sowie „transparente Regeln“ für die Meldung von illegalen Inhalten festlegen. Im Detail heißt das, dass die EU an dieser Stelle Hosting-Diensteanbieter in die Pflicht nehmen möchte, wenn es um eine umsichtige sowie sachkundige Entscheidung geht, ob gemeldete Inhalte tatsächlich gegen geltendes EU- oder Staatsrecht verstoßen. Jene die einen Hinweis einreichen, können dabei auf deren Wunsch hin anonym bleiben.

Anbieter von Inhalten dieser Art sollen die Möglichkeit zur Gegendarstellung erhalten. Der Webhoster soll daraufhin dem Vortrag „gebührend Rechnung“ tragen und abermals prüfen, ob die Sperrung oder Entfernung der Inhalte gerechtfertigt war. In Zukunft soll als ein Hosting-Anbieter eine Art Richter sein, der die Entscheidungsbefugnis über rechtmäßige oder unrechtmäßige Inhalte erhält. In den kommenden Wochen möchte die EU-Kommission zu diesem Thema eine öffentliche Konsultation abhalten.