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VMware und EMC gründen gemeinsam Cloud-Joint-Venture

VMware und EMC haben angekündigt, in naher Zukunft die Gründung eines Joint Ventures durchzuführen. Dieses soll Cloud-Produkte von VMware und EMC sowie verschiedene Cloud-Services des im Mai 2015 aufgekauften Unternehmens Virtustream umfassen. Sowohl VMware als auch EMC halten jeweils 50 Prozent der Anteile. Produkte und Dienstleistungen sollen unter der Marke Virtustream verkauft werden. Leiter des Gemeinschaftsunternehmens ist CEO Rodney Rogers.

Zum jetzigen Zeitpunkt verhandeln die Parteien über verbindliche Vereinbarungen zur Finalisierung der Transaktion. So sollen etwa die Geschäftszahlen von Virtustream ab dem ersten Quartal des kommenden Jahres mit dem Geschäftsbericht von VMware zusammengeführt werden. Rogers gab in diesem Zusammenhang, dass Virtustream durch die Konsolidierung der Cloud-Lösungen einer „der fünf größten Servicedienstleister“ weltweit sein wird.

Der Cloud-Software- und -Service-Anbieter hat erst vor wenigen Monaten EMC für 1,2 Milliarden Dollar aufgekauft, um stärker im Bereich Hybrid-Cloud-Services Fuß fassen zu können. Mittlerweile wurde der VMware-Mutterkonzern von Dell übernommen. Das Übernahmevolumen beläuft sich auf rund 67 Milliarden Dollar. Die Zusammenführung der Konzerne soll nach aktuellen Planungen bis Mitte 2016 beendet sein.

VMware erwartet für das kommende Jahr einige hundert Millionen Dollar an „wiederkehrenden Umsätzen“ durch Virtustream. Gleichzeitig soll das Angebot für Infrastructure-as-a-Service weiter ergänzt bzw. aufgestockt werden, um die hohe Kundenfrage in ausreichendem Umfang befriedigen zu können. Im Bereich Hybridlösung kommen Business-Komponenten von EMC, wie zum Beispiel Information Infrastructure, VCE sowie Managed-Storage-Services zum Einsatz. Ergänzend dazu schafft sich VMware eine eigene Sparte auf dem Markt für Cloud-Provider-Software. Im Mittelpunkt der Arbeit sollen der Aufbau und die effiziente Nutzung von Hybrid-Clouds stehen.