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Slackware

Das Betriebssystem Slackware war die erste Linux-Distribution, die eine beachtliche weltweite Verbreitung fand. Zugleich ist es mit der Versionsnummer 13.0 (Release: 26.08.09) die älteste Distribution, die immer noch kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Seit der Veröffentlichung von Slackware 1.0 (1993) durch den Entwickler Patrick Volkerding, soll es sich vor allem durch Einfachheit und Stabilität auszeichnen. Dabei sind sich die Anwender über den Grad der Einfachheit nicht einig, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass es kaum Möglichkeiten gibt das System über eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) zu konfigurieren. Stattdessen muss der Anwender dafür Textdateien verwenden, was Laien den Zugang prinzipiell erschwert. Entsprechend findet sich das Programm hauptsächlich im professionellen Bereich. Der Mangel an GUIs liegt darin, dass das Betriebssystem so UNIX-ähnlich wie möglich sei soll. Hinzu kommt, dass die Software dem KISS-Konzept folgt. KISS steht für „Keep it Small and Simple“ – die einfachste und minimalistischste Lösung soll zum Ziel führen.

Slackware basiert auf dem Softlanding Linux System (SLS), welches die erste umfassende Linux-Distribution darstellte. Trotzdem enthielt diese Software noch viele Fehler und Probleme. Volkerdings Slackware entstand mit dem Ziel diese Fehler und Probleme zu beseitigen und gleichzeitig SLS zu erweitern. Auf Slackware wiederum basieren zahlreiche weitere Linux-Distributionen. Dazu gehören so bekannte Namen wie SuSE Linux und Red Hat Linux. Neben der Qualität des Betriebssystems ist der Umstand, dass sie Open-Source-Software ist, ein Grund dafür, denn damit ist sie, wie es für Linux-Software typisch ist, „frei“, kann also beliebig verändert, genutzt und weitergegeben werden.

Mit der aktuellen Version liegt Slackware auch in einer 64-bit-Fassung vor und basiert auf dem Linux-Kernel 2.6. Es läuft auf älteren i486-kompatiblen Systemen bis hin zu den neuesten x86-Prozessoren einschließlich Mehrkernprozessoren. Es läuft auch auf der aktuell nicht mehr weitergeführte Alpha-Architektur, sowie auf der Mikroprozessorarchitektur SPARC. Zusätzlich gibt es eine offizielle Portierung auf die ARM-Architektur, die den Namen ARMedslack trägt.